Historisches

Der Schützenverein „Berg am Loam“ wurde 1924 im gleichnamigen Herbergslokal gegründet. Der Name Berg am Loam leitet sich zum einen von der nahe gelegenen Lehmgrube und zum anderen vom Münchner Stadtteil her (der Gastwirt kam aus diesem Viertel).

Aus den Jahren vor dem Krieg sind nur wenige Aufzeichnungen vorhanden, jedoch konnte bei der Erstellung der Vereinschronik 1974 noch auf Erinnerungen einiger Gründungsmitglieder zurückgegriffen werden. So lässt sich die Geschichte von Berg am Loam noch ziemlich genau rekonstruieren.

Die Gründungsmitglieder: Therese Schönberger, Leonhard Thalkofer sen., Jakob Heupert, Josef Eglseder, Paul Gandl, Anton Wagner, Franz Thalkofer, Xaver Gscheider, Georg Stelzer, Xaver Zehetbauer.

Erster Schützenmeister war Anton Wagner. Der Verein gehörte damals dem Schützenverband an. Geschossen wurde auf dem abgebildeten Schießstand mit dem Zimmerstutzen.

 

alter Schießstand

alter Schießstand

 

Im Jahre 1926/27 wurde von den Mitgliedern in aufopferungsvoller Eigenleistung ein Kleinkalieber-Stand gebaut. Diese Anlage hatte zwei Stände und bildete den Grundstock für den späteren großen Kleinkaliberstand.

Nach 1930 wurden dann auch größere Preisschießen in ganz Niederbayern besucht. 1936 wurde während des Volksfestes auf der Vilswiese ein großes Preisschießen mit Zimmerstutzen durchgeführt. Die Vereinsmitglieder bauten zu diesem Zweck eine Schiesshalle mit sechs Ständen. Der Besuch des Preisschießens muss sehr gut gewesen sein, die Stutzen krachten nämlich fast ohne Unterbrechung bis in den späten Abend.

Während des 2. Weltkriegs wurde der Verein geschlossen. Erst im Jahre 1950 wurde Berg am Loam wieder ins Leben gerufen. Schützenmeister war auch hier wieder Anton Wagner. Geschossen wurde auf dem gleichen alten Zimmerstutzenstand wie vor dem Krieg. 1953 übernahm Theo Beyersdorfer die Leitung des Vereins, 1954 löste ihn Franz Schweikl ab.1957 schließlich übernahm Meinrad Renkl die Leitung des Vereins. Er startete 1958 das Ausschießen des Schützenkönigs und der Vereinsmeisterschaft, eine Tradition, die bis heute alljährlich fortgeführt wird.

Im Januar 1960 erfolgte dann der Beitritt zum Bayrischen Sportschützenbund. Die „wilden Jahre“ waren damit vorbei. Um den damit einhergehenden Wettkämpfen und Meisterschaften gerecht zu werden und die entsprechende Umgebung zu schaffen richtete der Verein im Nebenzimmer des Gasthauses einen neuen Schießstand mit 6 Ständen ein. Erst von anderen Vereinen belächelt wegen des unprofessionellen Auftretens der Berg am Loamer Schützen verschafften sich diese in den nächsten Jahren jedoch durch beachtliche sportliche Erfolge schnell Anerkennung bei anderen Schützenkollegen. In dieser Zeit wurde auch ein jährliches Vergleichsschiessen zwischen den beiden am Ort ansässigen Vereinen Frohsinn Frontenhausen und Berg am Loam eingeführt. Dieses Schießen wurde bis 1981 durchgeführt und Ende der ´90 wieder aufgegriffen.

Eröffnung des Kirchweischießens 1965

G_erste_Preisschiessen

Einige der damaligen Schützenschwestern und Schützenbrüder nach einem Preisschießen in Passau

 

 

 

 

 

 

 

Im Jahre 1973 wurde die Schießanlage in den früheren Eiskeller der Brauerei unter der Gaststätte verlegt. Neben 6 Luftgewehrständen wurden erstmals auch fünf Sportpistolen-Stände für die neu gegründete Sparte errichtet. Im Jahre 1974 feierte der Schützenverein mit Gottesdient, Festabend und einem Preisschießen (358 Teilnehmer) sein 50. Jubiläum. Der Mitgliederstand betrug damals 88 Schützen.

Im Jahre 1979 beschaffte sich der Schützenverein eine neue Fahne und feierte diese ausgiebig mit einer grossen Fahnenweihe mit 1.400 Gästen. Der Mitgliederstand war zu diesem Zeitpunkt bereits bei 131 Schützen.

Festgottesdienst der Fahnenweihe auf dem Frontenhausener Marktplatz

Festgottesdienst der Fahnenweihe auf dem Frontenhausener Marktplatz

 

 

Im Jahre 1980 erfolgte dann die Eintragung ins Vereinsregister unter dem Namen Schützengesellschaft Berg am Loam Frontenhausen.

Nach einer Bogenvorführung von Spitzenschützen wurde im Jahre 1984 die Sparte Bogen ins Leben gerufen, sie war auch die Brücke für zukünftige Veranstaltungen mit dem Kreisjugendring unter dem Motto „Ein Tag bei den Berg am Loam Schützen“.

Im gleichen Jahr wurde auch mit dem Neubau eines Schießstandes begonnen. Die Planungen hierfür liefen bereits seit 1980, 1982 wurde der Bau beschlossen und nach Eintreffen der ersten Fördermittel konnte das Projekt mit einer Gesamtbausumme von 370.000.-DM schließlich begonnen werden. Die Fertigstellung erfolgte dann ein Jahr später im Oktober und somit konnte dann auf 12 Luftgewehr- und fünf Sportpistolen-Ständen geschossen werden. Die Anlage wurde am 14.September 1986 eingeweiht. Dieses Ereignis wurde mit einem Standeröffnungsschießen von 4. bis 12.Oktober gefeiert, bei dem 601 Schützen teilnahmen. Preise im Gesamtwert von über 18.000 DM wurden ausgeschossen. Einer der Prominentesten Teilnehmer war der damalige Weltmeister Hans Riederer.

In den darauf folgenden Jahren wurde ein besonderes Gewicht auf die Jugendarbeit gelegt. Nicht nur in fachlicher Betreuung sondern auch in überfachlichen Angelegenheiten. So wurden auch Radtouren, Zeltlager oder Kinobesuche organisiert. Der Erfolg des Vereins in den nächsten Jahren zeigte, daß sich das Konzept auszahlte. Diese Erfolge machten es in den ´90 schließlich notwendig, die Angebotspalette des Vereins zu erweitern und so wurde beschlossen, einen überdachten 50m-Stand für Kleinkalieber-Gewehr zu bauen. 1997 konnte schließlich mit dem Bau begonnen werden und 1999 wurde dann erstmals auf den 4 neuen Ständen und einem Zimmerstutzenstand geschossen. Die Stände wurden mit einer elektronischen Anzeige ausgerüstet, somit sind keine Scheiben mehr notwendig.

Zur 75-Jahr-Feier im Jahre 1999 mit KK-Standeinweihung unter dem neuen Schützenmeister Richard Bader konnte man dann auf ein bisher sehr Erfolgreiches Vereinsleben zurückblicken.

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